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animal-2800_640Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Und jedem Gärtner seinen Rasen. Jedes Gartengrundstück, das auf sich hält, hat eine eigene Rasenfläche. Und jeder Gärtner, der auf sich hält, mäht jeden Sonnabend in der Saison selbige. Der eine macht mehr Kult mit der grünen Fläche, der andere weniger.

Beim einen muss es ein aufwändiger Benzinrasenmäher sein, dem anderen genügt das Billigangebot aus dem Baumarkt. Ganz egal, welcher Aufwand getrieben wird, er macht nur dann Sinn, wenn der Rasen richtig angelegt und gepflegt wurde. Bei der Neuanlage des Rasens ist einiges zu beachten.

Dass zunächst auf dem künftigen Rasengelände eine ebene Fläche aus Mutterboden hergestellt wird, versteht sich von selbst. Die Fläche muss festgetreten und frei von Löchern sein. Bei der Auswahl der richtigen Grassamenmischung fängt das Problem für den unerfahrenen Gärtner schon an. Soll es der teure Schattenrasen, der noch teurere Zierrasen oder einfach die Mischung Berliner Tiergarten sein.

Vor dem Kauf muss deshalb geklärt werden, welcher Nutzung die Grünfläche unterworfen sein wird. Ist sie wirklich nur ein Zierrasen, lohnt es sich, die teure Zierrasenmischung zu nehmen. Bei dieser werden Grassorten verwendet, die zwar langsam wachsen, dafür aber einen regelmäßigen und vor allem gleichmäßigen Bewuchs ermöglichen. Die Tiergartenmischung wiederum, die ein Allzweckrasen ist, beinhaltet Gräser, von denen einige schneller wachsen und dadurch andere verdrängen.

Richtig sähen

Viele Gärtner machen bei der Anlage einer Rasenfläche den Fehler, die Saatkörner zu dicht zu werfen. Hier sollte unbedingt auf die Hinweise auf der Packung des Grassamens geachtet werden. Denn ein zu dichter Grasteppich lässt sich nicht nur schlecht mähen, er fault auch schnell. Das große Problem ist, dass man einen zu dichten Rasen nicht mehr auslichten kann. Selbst mehrfaches vertikutieren bewirkt nicht, dass das Grün lichter wird. Da hilft im Notfall nur die Neuanlage. Ein zu dünn gesäter Rasen hingegen kann immer mal wieder durch Nachsaht ergänzt werden.

Gut festtreten

das A und O bei der Anlage eines Rasens ist, dass die Saatkörner fest in den Mutterboden eingetreten werden. Profis verwenden dafür eine eiserne Noppenwalze. Der Heimwerker benutzt dazu alte Sandalen, an die er unten Holzbretter schraubt. Damit ordentlich auftreten. Anschließend kommt über die Rasensaht noch eine dünne Schicht Mutterboden. Gut wässern.