Es ist nicht besonders cool. Aber besonders mutig. Von @mmedisaster.

Triggerwarnung

Gelegentlich rege ich mich auf.
Über Menschen. Über ignorante, ahnungslose Menschen, die glauben, sie hätten alles Wissen dieser Welt in die Wiege gelegt bekommen. Solche Menschen möchte ich dann immer in den Arm nehmen, ihnen zuflüstern, wie erbärmlich sie sind und ihnen dann alle Rippen brechen.
Buisiness as ususal.

Es gibt immer wieder Themen, zu denen jeder eine Meinung hat, aber so wirklich viel wissen tut man darüber nicht. Drogen, zum Beispiel. Drogen sind doof, das weiß man ja. Und man hört ja auch regelmäßig in den Medien davon. Da wäre z.B Amy Winehouse. Diese Frau mit der schrecklichen Frisur und der schrecklichen Schminke im Gesicht. War ja nur eine Frage Zeit, bis sie stirbt. So ein Lifestyle kann ja nicht gesund sein, sagt man. Und eigentlich hatte sie es auch nicht anders verdient, sagt man. Oder Whitney Houston. Die Frau hatte doch alles! Viel Geld, viele verkaufte Platten, viele Auszeichnungen. Und doch soll sie depressiv gewesen sein. Sie hätte sich nicht so anstellen sollen, sagt man. Da greift diese einst so erfolgreiche Frau plötzlich zu Drogen, das dumme Ding. Tja, jetzt ist sie tot. Pech gehabt, sagt man.

Und obwohl doch jeder weiß, dass Drogen doof sind, gibt es diese ätzenden Menschen, die trotzdem Drogen konsumieren. Getoppt wird diese Unverschämtheit eigentlich nur von den Menschen, die auch noch darüber berichten, wie sie Drogen konsumieren. Zum Beispiel im Internet. Über Twitter. Unmöglich, das!

Aber Moment mal… Irgendwas passt da ja nicht zusammen.Wer Drogen nimmt, liegt doch den ganzen Tag auf abgefuckten Bahnhofstoiletten oder geht anschaffen, um Geld zu verdienen. So eine Sucht finanziert sich schließlich nicht von alleine. So jemand twittert nicht! Das ist alles nur eine Masche, um Follower anzulocken. Ja genau, anders kann es ja gar nicht sein. Eine Masche, das ist es!
MmeDisaster ist eine von denen, sagt man. Die behauptet, Drogen zu nehmen, weil sie denkt, das sei cool. Und scheinbar kommt ihre billige Masche ja auch ganz gut bei ihren Followern an.

Mhm…

Mal ein paar kleine Informationen am Rande:
Es ist nicht besonders cool, sich mit einer Nadel Gift in den Körper zu pumpen.
Es ist nicht besonders cool, im Sommer mit langen Armen rumlaufen zu müssen, um anklagenden Blicken zu entgehen.
Es ist nicht besonders cool, sich regelmäßig unter einem Vorwand verabschieden zu müssen, damit man seinem Körper in Ruhe das zuführen kann, wonach er verlangt.
Es ist nicht besonders cool, bewegungsunfähig auf dem Boden zu liegen, weil man die richtige Dosierung mal wieder verbockt hat.
Es ist nicht besonders cool, wenn sich Freunde und Familie plötzlich von einem distanzieren, weil man ja “unberechenbar” geworden sei.
Es ist nicht besonders cool, wenn man wegen drogenbedingten Herzrhythmusstörungen plötzlich mehr Zeit in Wartezimmern verbringt als im heimischen Wohnzimmer.
Es ist nicht besonders cool, wenn die eigene Wahrnehmung dauerhaft so verzerrt ist, dass man diesen Zustand irgendwann schon als normal akzeptiert.
Es ist nicht besonders cool, wenn man innerhalb von Sekunden von völliger Orientierungslosigkeit übermannt wird.
Es ist nicht besonders cool, regelmäßig in tiefe Depressionen zu stürzen, die in einem den sehnlichen Wunsch erwecken, mal Bekanntschaft mit dem Tod zu machen.
Es ist nicht besonders cool, hin und wieder Entzugserscheinungen zu haben, die jeden bisher erfahrenen physikalischen Schmerz übertreffen.
Das alles und noch viel mehr ist nicht cool. Nicht wirklich.

Ich tausche an dieser Stelle 5.000 Follower gegen ein suchtfreies Leben. Anyone?

Die Frage “Warum nimmt man denn überhaupt Drogen, wenn man doch weiß, dass es schädlich ist?” werde ich wann anders beantworten. Jetzt gerade fehlt mir die Zeit dazu, es gibt da nämlich noch ein paar drogenverherrlichende Tweets, die darauf warten, von mir getwittert zu werden. Für die Coolness! Sie wissen schon…

Cheers!

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Hey @Max_Fraenkel! Verklär doch mal das Internet!

Einmal in der Woche lässt sich Max Fraenkel, unter Twitter bekannt als @Max_Fraenkel, das Internet erklären. Warum eigentlich? Oder: Warum eigentlich nicht?

Herr Fränkel, Sie lassen sich gut einmal in der Woche das Internet Erklären. Warum nicht stattdessen Pilot werden?

Damit ich anderen Leuten mit Fragen auf den Geist gehen kann, die nichts mit “Wer hat ihren Koffer gepackt, wann wurde ihr Koffer gepackt und was tragen sie für Unterwäsche?” zu tun haben. Das einzige, das ich vermisse sind die Leibesvisitationen! Wie, das dürfen Piloten garnicht?

Keine Ahnung. Aber sicher treffen Piloten keine so spannenden Menschen wie Sie, immerhin sind die Kabinen ja von der Aussenwelt abgeschlossen. Was reizt Sie am Internet und seinen “Einwohnern”?

Die Vielfalt. Das Internet und vor allem Twitter fungiert für mich als eine Mischung aus Bühne und Selbsthilfegruppe. Für mich im gleichen Maße, wie für andere. Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch ein interessantes Leben führt. Auf seine eigene Art und Weise. Ich bin als Individuum davon fasziniert, dass jeder Mensch auf der Welt ein ähnlich komplexes Leben, wie das Meine führt. Mit Gefühlen, sozialen Kontakten und Gedanken. Wenn Sie mal darüber nachdenken, was für eine riesige Komplexität ihre Umwelt dadurch innehat, dann wird Ihnen schwarz vor Augen werden. Nirgends wird einem das so aktiv bewusst, wie im Internet. (Und um ehrlich zu sein: Ausserdem Brüste.)

Das ist ja vielfach ein Schlagwort, auch und gerade auf Twitter: Selbsthilfegruppe. Was heißt das für Sie: Selbsthilfegruppe?

ch benutze Selbsthilfegruppe hier als übergeordneter Begriff für mehrere Faktoren: Zum einen in Ventil, das einem ermöglicht angestaute Gefühle loszuwerden ohne sie in seinem unmittelbaren sozialen Umfeld breitzutreten. Zum Anderen aber auch ein Umfeld, in dem man viele interessante Leute kennenlernen kann, die einem nach und nach – auch bei eigentlicher Unpersonalität der Kommunikatsionsweise – ans Herz wachsen können.

Angestaute Gefühle als Stichwort: Wo sind die Gefahren? Oder anders: Was nervt am Internet, an Twitter?

Ich schätze die Gefahren als relativ gering ein. Man kann, wenn es nervt, ja abschalten. Mache ich auch regelmässig

Ist es tatsächlich so einfach? Nachbardenunziation, wie war mein Ex im Bett: Für alles gibt es einschlägige Seiten. Reicht ein Schulterzucken? Oder braucht es tatsächlich die von vielen gerufene Regulation?.

Ich denke, dass eine Regulation in wenigen Lebenslagen Sinn macht. Ich führe hier immer gerne das Beispiel Selbstbestimmungsrecht an. Würde jeder machen, was er will, solange er nicht in das Selbstbestimmungsrecht eines Anderen eingreift wäre die Welt ein Planet mit weniger Verboten und mehr Liebe.

Ist das nicht eine schöne Utopie? Wie würden Sie reagieren, wenn Sie sich auf einer dieser einschlägigen Seiten (rottenneighbor!) wiederfinden würden?

Kannte die Seite bis eben tatsächlich nicht. Finde es amüsant. Was früher beim Tratsch im Kaffee oder im Wirtshaus ausgetauscht wird, kommt jetzt öffentlich ins Internet. Solange der Vorgang aber anonym passiert fände ich es witzlos. Wenn nicht anonym würde ich vermutlich das Gespräch mit dem Nachbarn suchen und ihm eine Packung Ohropax sowie einige Schmuddelheftchen und eine Flasche Schnaps schenken.

Reagiert der Münchener an und für sich denn da so gelassen? Und überhaupt: München. Warum?

Ich weiß nicht, der Münchner an und für sich ist nicht anders als jeder andere Deutsche. München ist eine schöne Stadt, nicht so aufgeregt wie zum Beispiel Berlin. Das wäre mir vermutlich auf Dauer etwas zu hektisch und ich würde in einem Sumpf aus Drogen und schneller Musik untergehen.

München, Berlin, New York – sind Sie ein Kosmopolit? Und muss man das in einer globalisierten Welt nicht auch sein?

Ich denke, dass es “für das Gefühl” wichtig ist ein Zuhause zu haben. Einen Heimathafen quasi. Denn soll man aber auch so oft wie möglich verlassen, nur so kann man sich für andere fremdartige kulturen, wie zum Beispiel die der Preußen, öffnen. Kleiner Scherz am Rande. Reisen ist wichtig. Vor allem in Städte, die Kultur bieten. Wie es die drei von Ihnen aufgezählten zweifelsohne tun.

Und immer das Internet dabei haben! Wo im Internet findet man immer ein zu Hause?

Irgendwo zwischen meiner Timeline, Facebook und 4chan. Streichen sie 4chan, nehmen sie 9 Gag. Irgendwie passender.

Das Internet – ein rechtsfreier Raum. Ihr Kommentar?

Das Internet ist ein Raum, der von geltendem Recht noch nicht in Gänze erfasst werden kann – und das ist auch gut so.

Herr Fraenkel, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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Blaue Lippen.

Blaue Lippen.
In einer großen Stadt.
Kalte Füße am Straßenrand.
Keine Fragen.
Punkte.
Drei im Postfach.
Zwei unterm Auge.
Einder am Ende von jedem Satz.

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Jeden Augenblick.

Worte, die fehlen.
Küsse, die fallen,
wie die Worte,
die fehlen.

Küsse, die fallen,
Worte, die fehlen
wie die Worte,
die fehlen.

Musik, so laut.
Ich liebe dich,
So furchtbar leise.
Sonst nichts.

Ich liebe dich!
So furchtbar laut.
Wie leise Worte,
sonst nichts.

Das schönste Herz,
es schlägt so laut,
der Takt bricht
jeden Augenblick.

Der schönste Takt.
Er schlägt so laut.
Das Herz bricht.
Jeden Augenblick.

JEDEN AUGENBLICK.

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Wie @Jemus42 und ich ein Brotgeschäft eröffneten.

Hier nun, mit der freundlichen Genehmigung vom völlig wahnsinnigen @jemus42, ein DM-Wechsel, wie er wohl jeden Tag in Deutschland vorkommt. Und seien Sie versichert: Ich habe das nie gewollt.

HerrVanBohm
Wolle Kaffeepresseninformationen habe?

Jemus42
Sie dubioser Mensch, Sie.

HerrVanBohm
Dubios? Mensch? Ich bin doch nur ein Bot.

Jemus42
Las: Brot. Fand das spannender.

HerrVanBohm
Sie finden Brot spannend?

Jemus42
Sehr. Zumindest, wenn es mir DMs schreibt.

HerrVanBohm
Jetzt versteh ich. Sie nennen mich Brot! Bohm! Nicht Brot! >:-(

Jemus42
War HerrVanBrot schon vergeben?

HerrVanBohm
Interessante Frage. War Jesus42 schon vergeben?

Jemus42
Interesting. I never looked.

HerrVanBohm
Und sonst so?

Jemus42
23,6°C, 72% Luftfeuchtigkeit, eine kaputte Glühbirne. Und selbst?

HerrVanBohm
Kein Thermometer. Aber dafür ne Glühbirne.

Jemus42
Typisches Upper Class Gefasel.

HerrVanBohm
Ich fühl mich auch schon ganz neureich.

Jemus42
Das muss ich meinem Kaviar erzählen!

HerrVanBohm
Wie billig!

Jemus42
Ich übe noch.

HerrVanBohm
Soso. Mit Kaviar spricht man nicht, den wirft man aus dem Fenster.

Jemus42
Erzählen Sie das mal Ihrem Brot, das wird Ihnen was husten.

HerrVanBohm
Ich habe gar kein Brot.

Jemus42
Wissen Sie, wer auch kein Brot hatte? Richtig. Hitler.

HerrVanBohm
Ein treffender Vergleich.

Jemus42
Wie so häufig.

HerrVanBohm
Für ein Gossenkind sind Sie ganz schön von sich überzeugt. Wollen Sie jetzt eine Kaffeepresseninformationen?

Jemus42
Ich wurde bereits mit allen relevanten Informationen versorgt, während Sie über willkürliche Brotprodukte schwafelten.

HerrVanBohm
Das denken Sie!

Jemus42
Indeed.

HerrVanBohm
Wolle Brot kaufen?

Jemus42
Ja, eins für meine Freundin bitte.

HerrVanBohm
Weiß oder Schwarz?

Jemus42
Sind mit Streifen schon aus?

HerrVanBohm
Nee, hab noch eins im Lager. Sogar Frisch!

Jemus42
Naturstreifen und Selbststreifer?

HerrVanBohm
Aber nur in Mittel.

Jemus42
So was widerliches habe ich noch nie gehört, und ich hab mal ‘ne Nacktschnecke durch den Ventilator geworfen.

HerrVanBohm
Kann ich was anderes anbieten?

Jemus42
Ein gekochtes Ei. 4 Minuten, bitte.

HerrVanBohm
Linkes oder rechtes?

Jemus42
Keine politischen Fallen um diese Uhrzeit.

HerrVanBohm
Ich meine das Ei.

Jemus42
Ich weiß.

HerrVanBohm
Also gut. Ei ist fertig.

Jemus42
Welches?

HerrVanBohm
Beide. Sie zahlen nur eins.

Jemus42
Sehr zuvorkommend.

HerrVanBohm
Macht dann achttausendvierhundertfünfzig Euro.

Jemus42
Kann ich mit Knöpfen bezahlen?

HerrVanBohm
Meinen Sie, ich bin durch Knöpfe reich geworden?

Jemus42
Sie wären nicht der erste. Ich möchte mit Jorge sprechen. Jorge ließ mich immer mit Knöpfen bezahlen. Wir waren zusammen im Ferienlager.

HerrVanBohm
Wo soll ich jetzt Jorge hernehmen?

Jemus42
Na aus Ihrer Tasche. Sie sind neu hier, oder?

HerrVanBohm
Im Brotgeschäft? Etwas.

Jemus42
Wer redet denn von Brot. Ich habe hier ein Ei, das kalt wird, und Sie verweigern mir gewohnte Zahlungsoptionen.

HerrVanBohm
Sie können es ja erstmal weiter reichen, dann regeln wir die Formalitäten.

Jemus42
Beim letzten mal hat mit der Türsteher mit einem Tischbein den Dickdarm perforiert, ich möchte keine Formalitäten mehr.

HerrVanBohm
Google sagt, Jorge macht was mit Catwalk. Sowas kommt mir nicht in die Tasche.

Jemus42
Wie sollen Sie denn dann jemals Taschenkönigin ’95 werden?

HerrVanBohm
Ich kann mir solche Titel kaufen.

Jemus42
Wieso verschwendet Sie dann noch Ihre Zeit mit Brot und Eiern?

HerrVanBohm
Sie haben mich erwischt. Ich verkaufe weder das Eine, noch das Andere.

Jemus42
Was machen Sie dann in meiner Wohnung, wenn Sie weder der Brot- noch der Eiermann sind?

HerrVanBohm
Ich verkaufe Kaffeepresseninformationen.

Jemus42
Aber ich dachte Sie sind Taschenkönigin?

HerrVanBohm
Das dachte ich auch. Dann kamen Sie.

Jemus42
Ich kam nicht, das hätte man an den Eiern gemerkt.

HerrVanBohm
Haben Sie mich lieb?

Jemus42
Beeinflusst meine Antwort meine Zahlungsoptionen bei Eiertransaktionen?

HerrVanBohm
Nein. Weil ich doch keine Eier verkaufe.

Jemus42
Dann natürlich ja, sehr, bis zum Anschlag.

HerrVanBohm
Macht vierfuffzig.

Jemus42
Für’s Liebhaben?

HerrVanBohm
Für die Eier.

Jemus42
Das ist doch Wahnsinn.

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Im Übrigen schreibt der @MannvomBalkon. Ich lese euch das mal vor.

Es gibt dieses wunderbare (oder, wie andere sagen, diesen wunderbaren) Blog: http://imuebrigen.wordpress.com/.
Dort schreibt der @MannvomBalkon. Für die Lesefaulen lese ich hier, was der so schreibt.

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Allein am Meer.

Ich halt mein Ohr an eine Muschel.
(Ich bin bei dir. Ich höre dich.)
Ich schaue tief ins weite Meer.
(Ich bin bei dir. Ich sehe dich.)
Ich streich das Salz von meinen Lippen.
(Ich bin bei dir. Ich schmecke dich.)
Ich atme tief die kühle Luft.
(Ich bin bei dir. Ich fühle dich.)

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Was ich mir wünsche.

In einem Spiegel liegt ein kleiner Funken.
Er fühlt sich so allein in dieser glatten Welt.
Manchmal, da weint er leise in die Stille,
und wartet, bis ein Stern vom Himmel fällt.

Daneben liegt, in rotes Licht gehüllt,
ein Staubkorn und es sieht mich fragend an.
Ob ich denn wüsste, wo die andern sind?
Ob ich ihn nicht aus dieser Kälte tragen kann?

Dann kommt ein Windhauch, weht ihn fort,
und bläst mir blass in mein Gesicht.
Die Wahrheit starrt mir tief in meine Augen.
Und sieht mich in der tiefe nicht.

Mir ist, als ginge jeder Halt verloren,
als stünde ich allein im Spiegel dieser Welt,
als wäre ich der kleine Funken,
der wartet, bis ein Stern vom Himmel fällt.

(Du stehst vor diesem Spiegel,
du blickst und suchst nach dir.
Ich wünsche dir, dass du dich findest.
Dass du dich findest, wünsch ich mir.)

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Ich schreibe deinen Namen.

Ein Tropfen jagt den nächsten durch den Tag.
Ich weiß nicht: Ist das Regen oder sind es Tränen?
Ich schreibe deinen Namen auf ein weißes Blatt Papier.
Und will mich nur in deine Nähe sehnen.

Die Welt sieht mein Gesicht, so stark und unbekümmert,
doch langsam fehlt mir Kraft und auch der Mut.
Ich schreibe deinen Namen auf ein weißes Blatt Papier.
Und hoffe nur: Es geht dir gut.

Jetzt lieg ich hier im Regen auf der Sonnenschaukel,
Und “Sommerfreude” soll ihr Name sein.
Ich schreibe deinen Namen auf ein weißes Blatt Papier.
Und schließ es tief in meinem Herzen ein.

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Achtundzwanzig Fragen – Erich Fried.

“Ich habe sieben Fragen:
Wie kannst du glücklich werden?
Ich habe sechs Fragen zu fragen:
Wie wird es den Menschen gehen?
Ich habe fünf Fragen
(eine für jeden Finger):
Wie kann ich die Zeit ertragen
bis wir uns wiedersehen?
Ich habe vier Fragen
(für dich) nach vierblättrigem Klee
Ich habe drei Fragen
(die alten) für dich nach deinen drei Wünschen
Ich habe zwei Fragen:
was ich dir sein und nicht sein darf?
Ich habe eine Frage:
Wie ich dich glücklich seh?”
(von Erich Fried)

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